Der Impuls, aus dem heraus unsere Schulinitiative, heute die „Hans Spalinger Waldorfschule Rosia“, Rumänien, begonnen wurde, war ein menschlich sozialer. Einige Menschen nahmen die Not der Menschen einer großen Bevölkerungsgruppe in Roşia/Rothberg und die schulischen Probleme ihrer Kinder wahr, die von offizieller Seite als Zigeuner bzw. Roma bezeichnet wurden. Wir stellten uns sehr bald die konkrete Aufgabe, zu versuchen, diesen Kindern zu helfen. Zukunftsorientierte Hilfe konnte hier in erster Linie nur bedeuten, eine alternative Schulform anzubieten, die sowohl von den Eltern akzeptiert, als auch von den Schülern real besucht wird.Angefangen haben wir 1998 als Alphabetisierungsprogramm für Kinder der Roma-Minderheit und schon im Jahr 2000 wurde uns vom Schulinspektorat Sibiu der Status einer staatlichen Waldorfschule zuerkannt. Der „Waldorfverein Sibiu und Rosia“ übernahm die interne Entwicklung, während bis vor zwei Jahren der „Verein Vasile Voiculescu“ sich um die bauliche Entwicklung gekümmert hat. 2004 wurde unsere Waldorfschule durch einen berufsbildenden Zweig mit dem Profil Landwirtschaft erweitert, der mit einem staatlichen Diplom abgeschlossen werden konnte. Leider wurden 2009 alle Berufsschulen in Rumänien abgeschafft, so dass wir jetzt dafür kämpfen müssen, eine adäquate Ausbildung vom Ministerium genehmigt zu bekommen. Wir arbeiten seit geraumer Zeit verstärkt mit den Eltern (95% Mütter), indem wir sie zu Vorträgen, Seminaren, künstlerischer Arbeit und kulturellen Ausfahrten einladen. Seit September 2010 haben wir zu unserer großen Freude auch endlich eine Kindergartengruppe.